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Cetinje Monastery. Photo: discover-montenegro.com
Kloster von Cetinje. Foto: discover-montenegro.com

Der Sitz des Serbisch-Orthodoxen Bischofs ist im Kloster von Cetinje, welches bis zum 19. Jahrhundert der Sitz der Herrscher von Montenegro war. Im Jahr 1993 allerdings wurde die "Montenegrinisch-Orthodoxe Kirche" gegründet, die sich als rechtmäßige Nachfolgerin der Kirche erklärt, die nach der Verschmelzung von Montenegro mit Serbien nach dem Ersten Weltkrieg in die Serbisch-Orthodoxe Kirche eingegliedert wurde.

Diese Kirche wurde 1997 als Nichtregierungsorganisation (als Verein) registriert. Sie wird weder von anderen orthodoxen Kirchen noch vom ökumenischen Patriarchen in Istanbul anerkannt. Sie besitzt nur zwei Kirchengebäude, eins in Cetinje und das andere in Kotor. Ihre 24 Priester halten Messdienste in 50 Ortschaften in der Umgebung von Cetinje ab, wo die lokalen Gläubigen entschieden haben, dass die Priester der Montenegrinisch-Orthodoxen Kirche willkommen sind. Die Montenegrinisch-Orthodoxe Kirche beansprucht einen deutlichen Anteil am Vermögen, das bisher von der Serbisch-Orthodoxen Kirche verwaltet wird.

Als im Sommer 2007 das montenegrinische Parlament über die neue Verfassung diskutierte, waren der Status der beiden rivalisierenden orthodoxen Kirchen einer der größten Streitpunkte in diesen Diskussionen. Sogar viele Montenegriner, die die Unabhängigkeit unterstützen, sind loyal gegenüber der Serbisch-Orthodoxen Kirche mit ihren 220 Mönchen und Priestern in 700 Klöstern und Kirchen überall in Montenegro.

April 2008

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