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Albania and the EU
Das Drinos-Tal nahe Gjirokastra. Foto: Alan Grant

Während der 90er Jahre war die EU für Albanien vor allem ein großzügiger Geldgeber. Zwischen 1991 und 1999 erhielt Albanien Hilfe im Wert von ungefähr einer Milliarde Euro aus dem Budget der Europäischen Union. Dies war einer der höchsten Unterstützungen relativ zum Albanischen BIP und beinhaltete auch 256 Millionen Euro humanitäre Hilfe.

Als Albanien im Juni 2006 das Stabilitäts- und Assoziierungsabkommen mit der EU unterzeichnete, begann eine neue Ära. Dies war ein erster Schritt zu einem neuen Verhältnis: die Kandidatur für die EU-Mitgliedschaft.

In einem Dokument, das im März 2008 veröffentlicht wurde, verzeichnete die Europäische Kommission einen Fortschritt: (Communication Western Balkans: enhancing the European perspective):

"Albanien hat mit Reformen und der Annäherung an EU-Standards fortlaufend Fortschritte erzielt. Durch die Umsetzung des Interimabkommens unter dem Stabilitäts- und Assoziierungsabkommen baut sich Albanien einen guten Ruf auf.

Albanien hat in der Kosovo Frage eine ausgeglichene Position aufrechterhalten und damit zu einer regionalen Stabilität beigetragen.

Die politischen Führer Albaniens haben eine konstruktive Zusammenarbeit in Schlüsselfragen zugesagt. Dabei handelt es sich insbesondere um Wahlrechtsreformen, vor allem mit Blick auf die Parlamentswahlen 2009, die Stärkung des Rechtsstaats, Reformen des Justizsystems und der Kampf gegen Korruption und das organisierte Verbrechen. Eine bessere Atmosphäre im Parlament wird bei der Fortführung dieser Vorhaben helfen."

Die politische Elite Albaniens bereitet sich derzeit auf den nächsten Schritt vor: der offizielle Antrag des Landes auf Mitgliedschaft in der EU. Am Europatag 2008 (9. Mai) vereinbarten Premierminister Sali Berisha und Oppositionsführer Edi Rama trotz erheblicher Differenzen in der Innenpolitik eine Zusammenarbeit in dieser Frage als oberste nationale Priorität

May 2008

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