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The orthodox patriarchate in Peja
Das orthodoxe Patriarchat in Peja. Foto: flickr/ettermichaeljackson

Peja liegt an der Handelsroute zwischen Dubrovnik und den mittelalterlichen Bergbaustädten Zentralkosovos und entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem Handelszentrum. Sein Name leitet sich vom türkischen Wort für Seide ab (ipek). 1999 wurde Pejas Basar von serbischen Truppen niedergebrannt. Mehr als zwei Drittel der Gebäude in der Stadt wurden beschädigt oder zerstört, darunter auch viele der traditionellen Wehrtürme (kullas) und Wohnhäuser aus der osmanischen Zeit. Die Erinnerung an den Krieg lebt in den Straßen weiter, die nach dem britischen Premier Tony Blair und den US-Generälen William Walker und Wesley Clark benannt wurden.

Nach 1945 bemühte sich die kommunistische Führung, die Stadt zu industrialisieren und siedelte hier Leder-, Schuh-, Holz- und Möbelfabriken an. 1968 wurde eine Fertigungsstätte der Firma Zastava aus Serbien eröffnet und schnell zu einem der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Heute ist jedoch nur noch wenig von Pejas sozialistischer Industrie zu sehen. Nur eine große Brauerei arbeitet noch und produziert Bier für den heimischen Markt und Auslandskosovaren.

Die Geschichte Pejas (serbisch: Pec) ist eng mit der Geschichte der serbisch-orthodoxen Kirche verbunden. Zum Schutz des Patriarchats vor bulgarischen Plünderern wurde im 13. Jahrhundert der Sitz der serbisch-orthodoxen Kirche von Zentralserbien nach Peja verlegt. Von 1557 bis 1766 war Peja die Residenz des Patriarchen und Erzbischofs der serbisch-orthodoxen Kirche. Geschützt von hohen Mauern liegt das Kloster wunderschön gelegen am Zugang zur Rugovaschlucht. Zu seinen Schätzen zählen herausragende Exemplare der Malerei vom 13. bis zum 17. Jahrhundert. Der Ahtisaari-Plan sieht für das Patriarchat von Peja eine geschützte Zone vor, um das serbisch-orthodoxe Erbe im Kosovo zu bewahren.

May 2008

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