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Sasko Mladinov
Sasko Mladinov

Sasko Miladinov gehört zu erfolgreichsten Unternehmern von Stip, der 12 bedeutende europäische Kunden betreut und ca. 2.500 Arbeiter beschäftigt, die meisten von ihnen Frauen.

Sasko Miladinov arbeitete zehn Jahre lang für "Astibo", eine von Stips führenden sozialistischen Unternehmen. Stip war mit seinen großen Textil- und Bekleidungsfabriken bekannt als Manchester Mazedoniens. Mitte der 90er Jahre, als Mazedoniens Wirtschaftswandel auf seinem Höhepunkt stand, waren die meisten dieser Unternehmen hochverschuldet. Tägliche Streiks unterbrachen die Arbeit.

"Private Fabriken waren in Jugoslawien nicht erlaubt, aber ich war nicht zufrieden mit meinem geringen Einkommen. Als ich erkannte, das private Unternehmen tätig waren, war ich überzeugt, dass ich das auch kann. 1994 begann ich mit meiner eigenen Handelsfirma, da ich selbst nicht genug Startkapital hatte, um eine Fabrik zu bauen, aber ich hatte immer im Hinterkopf, selbst zu produzieren."

1999 begann Sasko Miladinov mit 150 Arbeitern selber Hemden zu produzieren. Die Räume, die er angemietet hatte, waren bald zu klein. Im Jahr 2003 war seine Produktionsfirma bereits in eine neu gebaute Fabrik mit einer Produktionsfläche von 500qm umgezogen. Die Investitionskosten betrugen mehr als €5 Millionen. Heute produziert seine Firma "Albatros" 3.500 Hemden pro Tag, insgesamt 800.000 Stück pro Jahr. Viele seiner Kunden sind Top-Designer Markenfirmen aus Europa.

Geschwindigkeit und Qualität macht die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Konkurrenzmarkt der Hemdenproduktion aus. "Als Unternehmer muss man schnell und flexibel sein. Wenn man eine neue Idee hat, muss man laufen und sie mit seinen Partnern besprechen", sagt Miladinov. Die derzeitige Visapolitik legt Unternehmern wie ihm enorme Hindernisse in den Weg. "Wo auch immer man von Mazedonien reist, benötigt man ein Visum. Manchmal müssen wir eine Woche auf ein Visum warten, manchmal zwei."

Um mit "Albatros" wettbewerbsfähig zu, so Miladinov, "müssen wir unsere Produktionsqualität ständig verbessern, wir ändern die Technologie, kaufen ständig neue Arten von Maschinen, die professioneller arbeiten und bessere Qualität produzieren." Der gesamte Produktionsprozess, vom Design, über den Schnitt bis zum Endprodukt, ist höchst computerisiert.

Es sind erfolgreiche Unternehmen wie Albatros, die den jüngsten Boom in Stip ausgelöst haben, aber die Nachfrage nach Arbeit übersteigt schnell das Angebot. Es wird immer schwieriger qualifizierte Arbeiter zu finden, die im Textil- und Bekleidungssektor arbeiten wollen. Miladinov schmiedet bereits Pläne für die Zukunft: "Wir haben einige neue Ideen. Als wir die neue Fabrik bauten, dachte ich bereits an mögliche andere Nutzungsmöglichkeiten für die Zukunft."

May 2008
ESI

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