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Albanian Riviera
Albanische Riviera

Albaniens Küste erstreckt sich über 362 Kilometer, von den sandigen Deltas im Norden bis zu den majestätischen Buchten im Süden. Dort berühren sowohl Adria als auch Ionisches Meer seine Strände und das Landschaftsprofil ist ausgesprochen mediterran. Mit spektakulären Felsen und azurblauen Wassern, Kirchen voller mittelalterlicher religiöser Kunst und mit einer Geschichte, die klassische Ruinen mit illyrischem Erbe vermischt – die feine Meeresküche bleibe unerwähnt – ist die albanische Riviera eine potentielle Attraktion auch für internationalen Tourismus.

Eine Reise entlang der albanischen Riviera beginnt am Llogara Pass, im Llogara Nationalpark (900 Meter über dem Meeresspiegel) mit seinen großen Pinienwäldern und lebendigen Bergbächen. Wenn man die Straße mit dem Panoramablick hinunterfährt, wo lokale Verkäufer Honig, Bienenwachs und heimischen Raki anbieten, ist der erste Halt an der Ionischen Küste der versteckte aber lange Strand von Palas am Anfang der Karaburun Halbinsel. Hier landeten angeblich die Legionen von Julius Caesar im 1. Jahrhundert vor Christus auf ihrem Weg zum Kampf mit Pompejus. Etwas südlicher ist das Dorf Dh Ebrmi gelegen, dessen Häuser und Kirchen an der äußersten Kante der Felsenklippe stehen. Neben seinem berühmten Strand und seinem lebendigen Nachtleben, bietet Dh Ebrmi auch 31 Kirchen und Klöster an, darunter die Sankt Maria Kirche und das Panais Kloster mit einer Basilika aus dem 14. Jahrhundert im byzantinischen Stil.

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Albanische Riviera

Weiter die Küste entlang liegt der Erholungsort Gjipe mit einer kilometerlangen Felsenschlucht voll von uralten Bäumen und Steinwällen, gefolgt von der Stadt Himara, wo lange Sandstrände umgeben sind von mit Oliven- und Orangenhainen und eleganten Zypressen bepflanzten Hügeln. Von illyrischen Stämmen gegründet ist Himara seit tausenden von Jahren bewohnt und hat die Besetzung durch Griechen, Römer, Byzantiner, Gothen, Slawen, Sarazenen und Normannen erlebt. Seine Burg aus dem 5. Jahrhundert ist jetzt der Sitz der  Kirche des heiligen Sergius und Bacchus. 10 Kilometer weiter steht die Festung von Ali Pasha auf einer Halbinsel, die in die Palermo Bucht hineinreicht. Im 18. Jahrhundert wurde sie von Ali Pasha von Tepeleni, einem von den Osmanen eingesetzten albanischen Herrscher, zu Ehren seiner Frau errichtet. Im 19. Jahrhundert war er Gastgeber des rebellischen britischen Poeten Lord Byron.

Albanian Riviera
Albanian Riviera

Für Campingenthusiasten bietet die Jala-Bucht einen Rückzug in die spektakuläre Natur entlang tiefen blauen Gewässern. Für eine weltlichere Atmosphäre gibt es die Stadt Saranda, die größte an der Riviera mit gut entwickeltem Unterkunftsangebot und einem lebendigen Nachtleben, ein Lieblingsort albanischer Paare auf Hochzeitsreise. Ksamil ist eines der attraktivsten Tourismusdörfer im Süden, das mit seinen fünf Inseln eine Vielfalt an Flora und Fauna bietet.

Butrint ist das historische und archäologische Juwel der Riviera – ein 2.500 Jahre altes UN-Weltkulturerbe. Nach der Legende wurde diese hellenistische Anlage von Flüchtlingen des Krieges von Troja angelegt, die später auch Rom gründen sollten. Hier gibt es einen Komplex von Ruinen mit öffentlichen Bädern, römischen Häusern und einer Basilika, sowie Skulpturen, Steinarbeiten und Mosaike.

May 2008

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