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Feiernde Menge in Podgorica. Foto: New York Times

Am 21. Mai 2006 stimmten 86% der Montenegriner in einem Referendum über die Unabhängigkeit Montenegros ab. 55,5 % entschieden sich dabei für die Unabhängigkeit. Dies lag knapp über den erforderlichen 55%. Diese Hürde war nach Vermittlung des slowakischen Diplomaten und EU-Gesandten, Miroslav Lajcak, von allen Seiten vereinbart worden. Am 3. Juni 2006 rief das montenegrinische Parlament seine Unabhängigkeit aus.

Trotz einiger Spannungen verlief der gesamte Prozess friedlich. Der erste Staat, der Montenegro anerkannte, war Island am 8. Juni, gefolgt von der Schweiz, Estland und Russland, der EU und den USA am 12. Juni. Serbien erkannte Montenegros Unabhängigkeit am 15. Juni 2006 an.

Am 2. Juni 2006 trat Montenegro der OSZE und der UNO bei, danach der NATO-Partnerschaft für den Frieden im Dezember 2006, und dann der Weltbank und dem Europarat in der ersten Hälfte des Jahres 2007. Montenegro hat heute zehn Botschaften im Ausland, eine Gesandtschaft bei der Europäischen Union und zwei Missionen in internationalen Organisationen (der OSZE in Wien und der UNO in New York).

April 2008

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