Zurück Themen: Tourismus - Weiter 
Durmitor National Park. Photo: flickr/Kiwiapteriformes
Durmitor National Park. Foto: flickr/Kiwiapteriformes

Es ist unübersehbar, dass das Wirtschaftswachstum Montenegros entlang der Küste auf den Tourismus zurückzuführen ist. Dieser wiederum kurbelt den Dienstleistungssektor und die Bauindustrie an.

Montenegro ist in Mode gekommen: 2006 besuchte James Bond hier das Casino Royale, 2007 traten die Rolling Stones am Strand von Budva auf, und für 2008 ist ein Konzert von Madonna geplant.

2007 erwirtschaftete der Tourismus in Montenegro 480 Millionen Euro, 39% mehr als im Jahr davor. Mehr als eine Million Touristen fuhren nach Montenegro auf Urlaub, die meisten davon kamen aus Serbien, Russland und Italien. 17.500 Besucher kamen aus Deutschland, über 16.000 aus Österreich und 4.500 aus der Schweiz. Da sich die Einrichtungen verbessern, wird erwartet, dass die Besucherzahl jetzt jährlich wächst und sich bis 2016 verdreifacht.

Probleme in der Infrastruktur sollte man dennoch nicht vernachlässigen. Richard Cowper schrieb in der Montenegro Times:

"Schwache Infrastruktur hat nachteilige Auswirkungen. Neben Problemen wie Wasserknappheit müssen Städte und Dörfer entlang der Küste noch gemeinsame Kläranlagen errichten. Wenn man 2007 die überfüllte Küstenstraße mit ihrer überwältigenden Schönheit entlangfuhr, war das für viele eine wahrlich entmutigende Erfahrung. Darko Konjevic, Generaldirektor des Montenegro Geschäftsverbandes, ist derselben Ansicht: 'Montenegro ist mitten in einem Übergang weg vom Massentourismus. Aber das braucht Zeit. Wir hoffen, dass sich die Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur beschleunigen, wie es der Premierminister letzte Woche bei seiner Amtseinführung versprochen hat. Wir haben einen 10% Budgetüberschuss von 96 Millionen Euro. Wir können noch mehr Geld borgen, und das ist wirklich ausschlaggebend. Es kann nämlich ein wahrer Albtraum sein, wenn man in der Hauptsaison im Sommer in einer Stadt wie Budva ist und wenn, wie im letzten Jahr, 80.000 bis 100.000 Gäste 14 Stunden lang ohne fließendes Wasser auskommen mussten."

April 2008

 Zurück Themen: Tourismus - Weiter