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Soren Jessen Petersen with Marti Ahtisaari in Pristina in 2005
Österreichische KFOR-Truppen auf Patrouille. Foto: flickr/massiv3attack

Die ersten Einheiten der KFOR erreichten Kosovo am 12. Juni 1999. Als die KFOR Truppen eintrafen, fanden sie weite Teile des Kosovo verwüstet. Hundertausende Flüchtlinge lebten in den umgebenden Ländern Mazedonien, Albanien und Montenegro und kamen zurück in ihre Heimstätten, die erst von Minen gesäubert werden mussten. Zehntausende von Häusern mussten wieder aufgebaut weden.

Zur gleichen Zeit sicherten sich Tausende von bewaffneten albanischen Kämpfern der Kosovo Befreiungsarmee UÇK(Albanisch: Ushtria Çlirimtare e Kosovës, abgekürzt: UÇK) die politische Kontrolle über ihre Heimatgemeinden. Sie sahen sich selber als Retter des Kosovo. KFOR musste nun serbische Bürger beschützen, weil Teile dieser früheren UÇK begannen, Serben aus ihren Häusern überall im Kosovo zu vertreiben, und damit eine zweite humanitäre Krise auslösten. Die UÇK wurde später aufgelöst und in die 3.000 Mann starke Kosovo Schutztruppe TMK (Albanisch: Trupat e Mbrojtjes së Kosovës, abgekürzt: TMK) umgewandelt, die unter KFOR-Aufsicht steht.

KFOR erlebte seine schwärzesten Tage, als im März 2004 Aufstände ausbrachen, während derer die UN und die Serben im Kosovo angegriffen wurden. Die Reaktion der internationalen Truppen wurde später streng kritisiert.

Die KFOR Truppen zählten zu Anfang ungefähr 50.000 Mann. Drei Nationen, Großbritannien, Kanada und Russland, die mit großen Kontingenten an der KFOR beteiligt gewesen waren, haben den Kosovo inzwischen verlassen. Andere Nationen mit kleineren Kontingenten taten dasselbe, während Frankreich, die USA und Deutschland ihre Truppen reduzierten. Im Jahr 2002 war KFOR auf 39.000 Mann geschrumpft, im Juni 2003 waren es noch um die 26.000 Mann. Die Zahlen sind weitergefallen und liegen derzeit bei ungefähr 16.000 Mann.

May 2008

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