Montenegro - Wildes, schönes Land

Montenegro - Wildes, schönes Land

Mit seinem gebirgigen Relief und seiner turbulenten Geschichte ist Montenegro ein kleiner Balkan für sich. In seiner gesamten Geschichte war Montenegro in Europa für seine wilden Stämme und Blutfehden bekannt. Über Jahrhunderte standen sich muslimische (die Osmanen) und katholische (Venedig und Österreich) Reiche in diesem Land gegenüber. Doch in den vergangenen Jahren überraschte Montenegro all jene, die erwartet hatten, Montenegro würde an inneren Konflikten zerbrechen.

Das Land ist Europas zweitjüngster Staat, der im Sommer 2006 seine Unabhängigkeit erlangte. Seitdem verschwand es weitgehend aus den Nachrichten. Das an sich ist schon bemerkenswert für ein Land, von dem vor kurzem noch befürchtet wurde, es werde zu einem 'failed state' in einer problembeladenen Region.

Montenegro war die einzige der sechs ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken, der es seit 1989 gelang, jeglichen gewaltsamen Konflikt auf ihrem Territorium zu vermeiden. Es ist ein Land ohne ethnische Mehrheit, mit zwei orthodoxen Kirchen und dem Euro als nationaler Währung. Seine 620.000 Bürger sind orthodoxe Montenegriner und orthodoxe Serben, muslimische Bosniaken, katholische und muslimische Albaner sowie einige Kroaten und andere Minderheiten.

Kosovo - Das gekappte Rettungsseil

Kosovo - Das gekappte Rettungsseil

Mit der Unabhängigkeitserklärung Kosovos am 17. Februar 2008 rückt der Konflikt zwischen Serben und Kosovoalbanern neuerlich in den Mittelpunkt medialer Berichterstattung. Mit Sorge blickt die Welt erneut auf die Krisenregion, deren relative Ruhe in den letzten Jahren durch den massiven Einsatz von KFOR und UNO-Polizeitruppen gesichert wurde.

Was bedeutet die Unabhängigkeit für die Stabilität Kosovos? Welche Zukunft steht dem Land bevor? Vor welchen Aufgaben wird die künftige EU-Mission stehen, um die Probleme des Landes zu lösen? Die Dokumentation nähert sich diesen Fragen an, indem sie eines der zentralsten Probleme Kosovos in den Mittelpunkt rückt - die katastrophale wirtschaftliche Lage mit den höchsten Arbeitslosenraten, vor allem für Junge und Frauen, in Europa.

Albanien - Traum und Wirklichkeit

Albanien - Traum und Wirklichkeit

Das kommunistische Albanien unter Enver Hoxha war ein totalitärer Überwachungsstaat, der überall Feinde witterte. Es gab regelmäßige Säuberungen, die Todesstrafe fand Anwendung und es gab eine große Zahl politischer Gefangener. Tausende politischer Gegner und Antikommunisten wurden hingerichtet. Die Albaner hatten bis Mai 1990 kein Recht auf einen Reisepass.

Zwei Jahrzehnte später hat Albanien einen dramatischen Wandel hinter sich gebracht. Und doch werden wenige Länder so wenig verstanden wie diese Adriarepublik. Grundlose Gewalt, organisiertes Verbrechen, Menschenschmuggel, Blutrache und erdrückende Armut sind die Assoziationen, die als erstes mit diesem Land verbunden werden. Dies ist nicht nur auf die besondere Grausamkeit des Hoxha-Regimes zurückzuführen. Das erste postkommunistische Jahrzehnt hat ebenfalls für einen Gutteil negativer Bilder gesorgt, die in der Anarchie von 1997 gipfelten. Es ist dieses dunkle und schwere Erbe, das die Geschichte des jüngsten Wandels Albaniens umso bemerkenswerter macht.

Mazedonien - Der Krieg, der nicht stattfand

Mazedonien - Der Krieg, der nicht stattfand

Im Mittelpunkt des Films steht der von der albanischen Minderheit bewohnte nordwestliche Teil Mazedoniens. 2001 kam es hier zum Konflikt zwischen ethnischen Mazedoniern und Albanern, der zur bewaffneten Auseinandersetzung aufflammte. Nur der entschlossenen Intervention der Internationalen Gemeinschaft ist es zu verdanken, dass ein Bürgerkrieg verhindert werden konnte. Das Rahmenabkommen von Ohrid, das den Frieden besiegelte und Richtlinien für das Zusammenleben der Volksgruppen aufstellte, wurde in der Folge zu einer der wichtigsten Erfolgsgeschichten europäischer Politik am Balkan.

Der Film zeichnet die Hintergründe des Konfliktes nach. Er schildert anhand individueller Schicksale die heutige Situation der Menschen in der Region. Neben den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen wird auch die beeindruckende kulturelle Vielfalt des multiethnischen Staates gezeigt, die sich aus der Jahrhunderte alten Koexistenz von orthodoxer und islamischer Kultur ergibt. Ohrid als eines der frühesten Zentren slawischer Kultur, und Tetovo, die überwiegend von muslimischen Albanern bewohnte zweitgrößte Stadt Mazedoniens stehen stellvertretend dafür.

Bosnien - Ein Wunder, das nicht glänzt

Bosnien - Ein Wunder, das nicht glänzt

Zwölf Jahre nach dem grausamen Bosnienkrieg hat sich Bosnien-Herzegowina dramatisch verändert. Vertriebene kehrten in großem Umfang zurück, Eigentum wurde zurückgegeben, es fand eine umfassende Demilitarisierung statt. Bewegungsfreiheit ist wiederhergestellt. Gewalt zwischen den Ethnien ist weitgehend verschwunden. Und doch bleibt Bosnien isoliert und nur wenige Bosnier blicken optimistisch in die Zukunft.

Dieser Film folgt einem Team junger Forscher (Bosnier und Ausländer) bei ihrem Versuch, herauszufinden, wie sehr sich Bosnien verändert hat. Ihre Reise führt sie von ehemaligen Konzentrationslagern nach Zentralbosnien, wo sich einige der schlimmsten Massaker des Krieges ereigneten, und weiter nach Doboj, einer Stadt in der Republika Srpska an der ehemaligen Frontlinie, die ehemals als Brutstätte des serbischen Nationalismus galt. Sie sprechen mit dem Kapitän des bosnischen Fußballteams, mit Rappern und Musikern, mit dem orthodoxen Bischof und einem franziskanischen Bruder, mit dem slowakischen Diplomaten, der noch immer die höchste Macht im Staat innehat, und mit Menschen, die mit ihren Kriegstraumata ringen.

Serbien - Exit Europa

Serbien - Exit Europa

Auf der anderen Seite sind da Leute wie Nataša Kandić vom Menschenrechtszentrum in Belgrad, die sich seit Jahren dafür einsetzt, dass sich das Bewusstsein ändert, Serbien sich nicht mehr vorrangig als Opfer versteht, sondern auch die Verbrechen an die Öffent­lichkeit gelangen, die im Namen von Serbien begangen wurden. Sie war es auch, die 2005 jene Videokassette an die Medien weitergab, die die Erschießung von sechs Bosniaken aus Srebrenica durch Angehörige der serbischen Spezialeinheit "Skorpione" zeigt.

Rumänien - temesvar.com

Rumänien - temesvar.com

Die IT-Industrie, der Aufstand 1989, schicke Mode aus Temeswar, der Tod Ceauşescus, steigende Gehälter für die Arbeiter bei Dacia, ehemalige Securitate-Leute als Unternehmer, die Sehnsucht nach Nike und Adidas, eine Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus, die Suppenküche für die, die sich die westeuropäischen Preise nicht leisten können, und Bilder von Ermordeten. Die Dokumentation über Rumänien hat scharfe Filmschnitte. Im Großen und Ganzen handelt der Film von der sogenannten "unvollendeten Revolution", der Tatsache also, dass 1989 zwar der Diktator Nicolae Ceauşescu getötet wurde, die Eliten aber dieselben blieben und der Geheimdienst Securitate vorerst weiterhin die Geschicke der Rumänen lenkte.

Bulgarien - Die lange Revolution

Bulgarien - Die lange Revolution

Sie schauen nach wie vor aus wie grazi­le Feen, wenn sie tanzen. Die Balletttänzerinnen erinnern unweigerlich an die kommunistischen Zeiten, als die Leicht­athletinnen aus Bulgarien bei internationalen Bewerben so viele Preise abräumten. Nur lachen die Mädchen in der Sofioter Tanz­schule heute mehr, wenn sie durch die Luft wirbeln. Die Trainerin Neschka Robeva ist aber dieselbe geblieben. Offen ist, ob sich der Staat diese Institution weiter leisten wollen wird, sagt Frau Robeva. Sie glaubt, dass einer, der heute langfristige Pläne mache, entweder dumm sei oder ein Optimist. Die Geistes­haltung nach der Wende mag sie nicht: "Die Nation hat nicht verstanden, dass Selbstdisziplin auch in dem neuen System das wichtigste ist." Lehrerinnen wie Frau Robeva hatten früher in der bulgarischen Gesellschaft einen hohen Status. Heute haben diesen jene, die viel Geld machen.

Griechenland - Alexanders Schatten

Griechenland - Alexanders Schatten

Nach dem Krieg wollten sie nicht reden. "Das waren ja Leute, die die Nummer haben”, sagt Heinz Kounio und deutet auf seinen eigenen Oberarm. Herr Kounio war einer der 40.000 Juden aus Thessaloniki, die 1943 in Konzentrationslager deportiert wurden. Nur 2000 von ihnen haben den Holocaust überlebt und kehrten zurück. In der nordgriechischen Stadt begann man aber erst in den letzten Jahren Zeichen des Gedenkens zu setzen, dass sie über Jahrhunderte vor allem jüdisch geprägt war.

Türkei - Aufbruch am Bosporus

Türkei - Aufbruch am Bosporus

Istanbul, Europe's biggest city and the former capital of two European empires (The Byzantine and the Ottoman) is today the best place to grasp the contrasts, contradictions and promises of modern Turkey at the beginning of the 21st century.

Kroatien - Vergängliche Helden

Kroatien - Vergängliche Helden

"Croatia

Moldawien

Moldawien

This is the story of a country struggling to overcome the steepest economic decline any society ever experienced in peacetime.