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Lake Ohrid
Ohrid-See

Das Rahmenabkommen von Ohrid wurde am 13. August 2001 unterzeichnet und liest sich nicht wie ein klassischer Friedensvertrag. Obwohl die Einstellung von Feindseligkeiten, die Entwaffnung der albanischen Rebellen und eine Generalamnestie wichtige Bestandteile des Friedensvertrages sind, handelt das Vertragswerk vor allem von der Ausweitung der Rechte der albanischen Minderheit.

Die wichtigsten Punkte sind die Schaffung einer gleichberechtigten Vertretung von Albanern in der öffentlichen Verwaltung, der Gebrauch der albanischen Sprache bei Verhandlungen mit staatlichen Einrichtungen und ein weitreichendes Dezentralisierungsprogramm.

Die Zuständigkeiten der Gemeinden wurden deutlich verstärkt, ebenso ihre finanziellen Ressourcen. Die Manipulationen von Wahlbezirken nach ethnischen Gesichtspunkten in der Mitte der 1990er, die zum großen Teil die albanische Gemeinschaft benachteiligt hatten, wurden durch Änderungen von Gemeindegrenzen korrigiert.

Während die offizielle Sprache des Landes Mazedonisch bleibt, wurde Albanisch offizielle Amtssprache in Gemeinden mit mehr als 20 Prozent albanischer Bevölkerung. Albanisch soll auch in der Kommunikation mit der nationalen Regierung benutzt werden können, sowie von Delegierten im Parlament (bisher aber noch nicht von dessen Sprecher, Präsidenten und Vizepräsidenten).

Das Abkommen umfasst auch Regelungen für die Universitätsausbildung in albanischer Sprache. Eine neue Südosteuropa-Universität wurde in Tetovo gegründet, und die bis dahin illegal tätige albanische Universität von Tetovo wurde förmlich anerkannt.

Die Polizei spiegelt heute weitgehend die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung. Die lokalen Polizeivorsteher werden von den Gemeinden gewählt

May 2008

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